Copyright © Wolfgang Wallner-F.
Home.

Zum Buch.

Beispiele.

Vorwort als Nachwort.

Bestellung.

Kontakt/Disclaimer.

Wolfgang Wallner-F..

Rätselschatulle
aus dem Jahre 1890
Das Vorwort als Nachwort

Im Jahre 1890 erschien eine Rätselsammlung, die hier „Rätselschatulle aus 1890“ benannt wird.
Für die Zeit des Fin de Siècle ist diese Sammlung eine unschätzbare Gabe zum Einfühlen in die Welt des damaligen Bürgertums. Die Sammlung zeigt die humanistische Bildung, die Interessen und Neigungen dieser Gesellschaft zu jener Zeit.
Ein Zeitdokument.
Aus diesem Grund wird hier - zunächst in einem ersten Teil - diese Sammlung erneut vorgelegt.
Zum Lesen, Wundern, aber auch zum Rätseln, alleine oder besser in Gesellschaft von Familie oder Freunden.
Ich konnte schon sehr zeitig lesen. Als ich das alte Buch in einem Kasten meiner Großmutter fand, war ich entzückt und bin es noch immer.
So dachte ich daran, diese Rätsel neu heraus zu geben.
(Eine in den doch zahlreichen biblischen Rätseln bemerkbare, nebenbei beabsichtigte Richtung dieses Rätselbuches zielt auf eine Unterstützung des „Integralismus“, eine Abwehrkampf des Papsttums gegen den “Modernismus” zu jener Zeit hin [siehe z.B. Nr. 1599]. Mein Großvater war in Österreich ein einflussreicher Kämpfer dieser Strömung, deswegen auch das Buch im Haushalt meiner Großmutter [über meinen Großvater, dessen Bestrebungen ich keinesfalls teile, noch nach den Auflösungen hier im Buch, S. 349ff])
Zum Lesen, Wundern, aber auch zum Rätseln, alleine oder besser in Gesellschaft von Familie oder Freunden lege ich diese Texte zunächst in einem ersten Band vor.
Ich empfehle zum Rätselvergnügen folgende Vorgangsweise:
Rätseln mit mehr Personen, mindestens zu zweit. Wobei eine Person der Fragesteller ist, der andere der Rater. Der Fragende soll die Antwort wissen und den Rater mit Hinweisen sanft zur Lösung führen. Besonders für die Rätselform „Charaden“ geeignet.
Zu beachten ist, es war eine ganz andere Zeit.
Es gibt in den Rätseln, und in deren Lösungen manche Begriffe, die einen Bedeutungswandel erlebten, wenige Worte sind sogar heute gar nicht mehr üblich, wenn auch bekannt. Gerade das macht aber den besonderen Reiz dieser Rätsel aus. Bei manchen Antworten gab ich Hinweise, notfalls kann man die Bedeutungen im Internet nachschlagen.
Einige Fragen und auch deren Antworten sind heute keinesfalls "politisch korrekt", ja sogar diskriminierend und auch antisemitisch.
Der Vollständigkeit halber beließ ich sie in dieser Sammlung.
Ich habe darüber auf Seite 359 eine Anmerkung geschrieben, bitte um Verständnis und Entschuldigung, das Buch sollte auch ein Zeitdokument sein.

Nebenbei ergibt dieses „spielerische Eintauchen“ in eine längst vergangene Zeit auch die Gelegenheit, darüber miteinander zu sprechen. Über Gedanken, Denkweisen, Gefühle, über Verständnis. Beinhaltet sind auch zahlreiche biblische Rätsel.

Originalvorwort aus der Ausgabe von 1890 in der damals üblichen Rechtschreibung:
Motto:
Dir, o Herr, dank' ich's allein;
Dir zur Ehre soll’s ja sein!
Es giebt wohl kaum eine angenehmere, Verstand und Phantasie gleichmäßig anregende Unterhaltung für jung und alt, als gute Rätsel.
Doch kann unter Umständen das Rätselraten dem Verstande mehr Schaden als Vorteil zufügen.
Es bestehen nämlich viele Rätselsammlungen aus so trockenen und eintönigen Rätseln, daß diese nur nachteilig auf den Geist einwirken und eventuell bloß noch als ein gutes Schlafmittel gebraucht werden können.
In diesem Werkchen, welches hiermit in die Öffentlichkeit tritt, soll nun dem deutschen Volke eine wirklich gute Rätselsammlung dargeboten werden.
Der Verfasser hat es sich zur Aufgabe gemacht, nur gute und ausgewählte Rätsel hierin aufzunehmen. Alle unschönen, langweiligen oder auch zu lange Rätsel durften keine Aufnahme finden.
Trotzdem ist es dem Herausgeber in Verbindung mit mehreren Männern gelungen, eine Sammlung von 2500 Nummern zusammenzustellen (Anm. zu dieser nun vorliegenden Auflage: hier in dieser Neuausgabe, dem ersten Teil sind es 1600 Rätsel).
Der Verfasser hat auch besonders für die Gruppierung der verschiedenen Rätselarten Sorge getragen, so daß alle gleichartigen Rätsel zusammengestellt sind.
Es wird gewiß jedem, dem dieses Buch in die Hand kommt, bei einem Vergleiche mit anderen Rätselbüchern einleuchten, daß dieses Werkchen vor anderen Sammlungen wegen seiner Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit einen Vorzug nicht zu Unrecht verdient.
Möchte sich dieses Büchlein denn recht bald in allen deutschen Landen eingebürgert haben.
17. Juli 1890

Nun aber danke ich Frau Sylvia Ghulam, ohne deren Arbeit an diesem Vorhaben es mir unmöglich gewesen wäre, dieses Buch zu veröffentlichen, danke Sylvia!
Und ich danke Frau Helene Robens für die Genehmigung zur Veröffentlichung ihres Sphynxfotos, danke Helene!

Jetzt bleibt mir nur mehr „Viel Freude (nicht Spaß)“ zu diesem „Werkchen“ zu wünschen.
Wolfgang Wallner-F.
Homepage: www.wolfgangwallnerf.com