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Wolfgang Wallner-F..

Rätselschatulle
aus dem Jahre 1890
Auguste Rodin; Der Denker, 1880-1899
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Einige Fragen und auch deren Antworten sind heute keinesfalls "politisch korrekt", ja sogar diskriminierend und auch antisemitisch.
Zu Beginn des Fin de Siècle entstanden Unsicherheiten im Bürgertum. Vielleicht auch in Ahnung des Kommenden, versuchte der stark religiöse Teil dieser Gesellschaft „Werte“ zu wahren.
„Werte“ sind auch heute Grenzen, zwischen den Menschen drinnen und denen die draußen sind, ob sie bewahrenswert erscheinen oder auch sind. Besonders beständig erscheinen Werte, die, dem Glauben nach, nicht vom Menschen stammen (siehe die religiösen Rätsel).
Auch wurde in den Rätseln Frauen diskriminiert.

Ich bitte dies der Zeit zu schulden und zu hoffen, dass daraus vielleicht manchmal auch Lehren gezogen werden.
der Vollständigkeit halber beließ ich auch diese Rätsel in der Sammlung.
Ich bitte um Verständnis und auch um Entschuldigung, das Buch soll auch ein Zeitdokument sein.

Das Fin de Siècle, die Zeit von etwa 1890 bis 1914, in der wohl das Ende einer Epoche geahnt und gefürchtet wurde.
Und das Ende geschah tatsächlich, nicht nur wegen der folgenden Kriege.
Der Aufbruch und Positivismus in den Naturwissenschaften und Neuerungen auch in der Literatur schienen wegen ihrer vorgeblichen Objektivität unangreifbar und gefährlich.
Die doch noch vorherrschenden, zum Teil mittelalterlich begründeten gesellschaftlichen Ordnungen und Werte waren erschüttert, die Kirche wurde dadurch gefährdet. Im Buch sind auch zahlreiche religiöse Rätselfragen angeführt.
Der Papst kämpfte mit einem „Integralismus“ gegen einen „Modernismus“, was in einigen Rätseln dieses Buches auch deutlich wird.
Die „Werte“ zeugten Grenzen zwischen „dem Wir“ und „den Anderen“, der „Andere“ musste überzeugt oder ausgeschlossen werden.

Sigmund Freud veröffentlichte seine Psychologie, Einstein die Relativitätstheorien, die Quantenmechanik wurde geboren.
Unbeachtet war (und ist weiterhin), dass die Psychologie und die Quantenphysik gemeinsam ein mögliches Zentrum haben.
Je tiefer in die Psyche eingedrungen wird, umso allgemeiner erscheinen die Eigenschaften (Archetypen), je tiefer  in die Quantenphysik geblickt wird, umso individueller sind die Entdeckungen.
Jeder Mensch könnte sich dadurch als Schnittpunkt des Universums fühlen, doch ist das keine Bevorzugung, wie etwa das frühere Geozentrische oder auch das Anthropozentrische Weltbild gedacht hatten. Es wäre ein Anlass zu einem neuen „Religio“ möglich gewesen (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘), doch die Schrecken der folgenden Kriege und die Notwendigkeit zum Überleben ließen die Zeit dazu nicht.
Heute haben sowohl die Quantenmechanik wie auch die Psychologie sich vom Interesse der Allgemeinheit entfernt, wir haben eine Event- und Spaßgesellschaft.

Sonnenaufgang, noch vorsichtig, zaghaft.
Früher, angenehmer Sommermorgen.
Tau an noch unbegangenen Wegen, der Wunsch, einen Weg als Erster entdeckt zu haben, der Erste zu sein, der im Wald Schritte, Spuren setzt.
Neues Land behutsam betreten!
Welches Ereignis, welches Gefühl!
Ein Erlebnis, das es nicht nur Draußen gibt.
In dem uns eigenen Universum, unserem Gehirn, gibt es Millionen unbegangener Wege.
In unserer Phantasie, vielleicht zuletzt als Kind übten wir diese neuen Wege zu finden, manche fanden wir, unzählige gibt es da noch.
Mühen, auch notwendig erachtete Routinen machten uns vergessen.
Nichts hebt mich höher, nicht beflügelt mich mehr als neue Gedanken zu spüren, neues Land behutsam zu betreten.
Es sind täglich neue Aufgaben, neue Rätsel, die solche Gebiete eröffnen, erahnen lassen.
Kinder üben Gehirnbahnen zu öffnen, in dem sie versuchen, Rätsel spielerisch zu lösen, zumindest in die Nähe einer Lösung zu kommen.
In früherer Zeit, bevor es Radio, Fernsehen gab und die Phantasie beschränkte, war  das Lösen von Rätseln eine sehr beliebte Beschäftigung innerhalb der Familien, im Freundeskreis.

Rätselschatulle aus dem Jahre 1890.
Ein Zeitdokument zum Eintauchen.